Wie bewerbe ich mich als Babysitter – und was frage ich im Vorgespräch?

Als Babysitter bewirbst du dich mit einer kurzen, ehrlichen Vorstellung: Alter, Erfahrung mit Kindern, freie Zeiten und was du gelernt hast, etwa in einem Babysitterkurs oder Erste-Hilfe-Kurs am Kind. Im Vorgespräch klärst du, wie du die Eltern erreichst, wann sie zurückkommen, wer im Notfall hilft, wo Erste-Hilfe-Kasten und Notfallmedikamente liegen, welche Allergien es gibt und welche Rituale das Kind hat. Ein Führungszeugnis kannst du ab 14 selbst beantragen.

Wo du deine ersten Familien findest

Die meisten Jugendlichen starten im Bekanntenkreis: bei Nachbarn, Freunden der Familie oder Verwandten. Das hat Vorteile – die Familie kennt dich schon ein wenig, und deine Eltern wissen, wo du bist. Bevor du anfängst, prüf, was in deinem Alter erlaubt ist: Ab wann darf man babysitten?

Zu deiner Sicherheit gilt: Geh nicht allein zu Familien, die du gar nicht kennst. Der Babysitterkurs von Förderfuchs empfiehlt, dass ein Elternteil zum ersten Kennenlernen mitkommt.

So stellst du dich vor

Eine Babysitter-Bewerbung muss nicht lang sein. Ein paar Sätze per Nachricht, ein kleiner Aushang oder ein kurzes Gespräch reichen. Diese Punkte gehören hinein:

  • Name, Alter und Wohnort
  • Deine Erfahrung mit Kindern, zum Beispiel mit Geschwistern oder in der Familie
  • Wann du Zeit hast – passend zu den Regeln für dein Alter
  • Was du gelernt hast, etwa einen Babysitterkurs mit Zertifikat oder einen Erste-Hilfe-Kurs am Kind
  • Wie die Familie dich oder deine Eltern erreicht

Über den Preis sprichst du offen und vor dem ersten Termin; Hinweise dazu stehen unter Bezahlung in NRW.

Checkliste für das Vorgespräch

Die Babysittervermittlung der Universität Würzburg nennt in ihrer Checkliste Punkte, die Eltern und Babysitter vorab klären sollten. Daran kannst du dich halten:

  1. Wie erreiche ich die Eltern, und wann kommen sie zurück?
  2. Welche Kontaktpersonen gibt es, etwa Nachbarn oder Verwandte?
  3. Wo liegen Erste-Hilfe-Kasten, Notfallmedikament und Feuerlöscher, wo ist der Sicherungskasten?
  4. Wo ist der Impfpass, wer ist der Kinderarzt, bei welcher Krankenkasse ist das Kind?
  5. Gibt es Allergien oder medizinische Besonderheiten?
  6. Muss das Kind Medikamente nehmen – welche, in welcher Dosierung und wann?
  7. Welche Mahlzeiten und Rituale gibt es, zum Beispiel beim Zubettgehen?

Lerne das Kind möglichst schon beim Vorgespräch kennen, damit es dich beim ersten Termin nicht als fremd erlebt. Schreib dir die Antworten auf oder nutze einen Absprachebogen. So hast du am Abend alles griffbereit und musst die Eltern nicht ständig anrufen.

Führungszeugnis: freiwillig, aber möglich

Manche Familien fragen nach einem Führungszeugnis. Beantragen kannst du es selbst, sobald du 14 Jahre alt bist. Für private Babysitter-Jobs ist es meist keine Pflicht. Es zeigt nur, ob es bestimmte Verurteilungen gibt – nicht, ob jemand gut mit Kindern umgehen kann. Zeig es lieber vor, als Kopien oder Fotos davon zu verschicken.

Was du vorher selbst festlegen solltest

  • Bis wann du babysitten kannst und wie du nach Hause kommst
  • Welcher Stundensatz gilt und wann bezahlt wird
  • Was du nicht machst, zum Beispiel Kinder ohne Absprache mit dem Auto oder Rad mitnehmen
  • Wie du dich meldest, wenn etwas unklar ist

Welche Pflichten du mit der Aufsicht übernimmst, steht unter Rechte und Pflichten; die Nummern für den Notfall unter Erste Hilfe am Kind. Den ganzen Weg zeigt Babysitter werden.

So hilft dir der Babysitterkurs

Der Online-Babysitterkurs von Förderfuchs beginnt mit dem Modul „Deine Rolle als Babysitter“: Verantwortung, Absprachen mit den Eltern und Notfallzettel; dieses Modul kannst du kostenlos ansehen. Dazu gibt es einen Absprachebogen und ein Notfallblatt für Eltern zum Ausdrucken. Nach bestandener Prüfung erhältst du ein Zertifikat von Förderfuchs, dessen Echtheit Familien per QR-Code prüfen können – es ist kein staatlicher Abschluss, hilft dir aber, im Vorgespräch zu zeigen, was du gelernt hast. Der Kurs kostet 29,90 €.

Häufige Fragen

Was schreibe ich in eine Babysitter-Bewerbung?

Name, Alter, Wohnort, deine Erfahrung mit Kindern, freie Zeiten und was du gelernt hast. Ein paar Sätze per Nachricht oder ein kurzes Gespräch reichen meist.

Was frage ich die Eltern im Vorgespräch?

Wie du sie erreichst, wann sie zurückkommen, wer im Notfall hilft, wo Erste-Hilfe-Kasten und Medikamente liegen, welche Allergien es gibt und welche Rituale das Kind hat.

Brauche ich als Babysitter ein Führungszeugnis?

Für private Babysitter-Jobs meist nicht, manche Familien fragen aber danach. Beantragen kannst du es selbst ab 14 Jahren.

Sollte ich das Kind vor dem ersten Termin kennenlernen?

Ja, das ist sinnvoll, damit das Kind dich nicht als fremd erlebt. Das klappt gut beim Vorgespräch, bei dem auch die Eltern dabei sind.

Soll ein Elternteil zum Kennenlernen mitkommen?

Ja, das empfiehlt der Babysitterkurs von Förderfuchs, besonders bei Familien, die du noch nicht kennst.

Quellen

Verantwortlich: Nina Schuchardt, Inhaberin von Förderfuchs · Zuletzt aktualisiert: 06.11.2026 · Keine Rechtsberatung.