Wie werde ich Babysitter? Der Weg in 6 Schritten

Babysitter wirst du in 6 Schritten: Regeln für dein Alter klären, Wissen über Kinder aufbauen, Erste Hilfe am Kind üben, dich bei Familien vorstellen, Absprachen im Vorgespräch treffen und Bezahlung sowie Versicherung klären. Gegen Geld darfst du in Privathaushalten ab 13 Jahren babysitten, wenn deine Eltern einverstanden sind – dann höchstens 2 Stunden am Tag und nicht zwischen 18 und 8 Uhr. Gehst du noch zur Schule (Vollzeitschulpflicht), gelten auch mit 15, 16 oder 17 die Regeln für Kinder; erst danach gilt ab 15: nur zwischen 6 und 20 Uhr. Einen gesetzlichen Mindestlohn gibt es unter 18 ohne Berufsausbildung nicht, den Satz vereinbarst du mit den Eltern.

Schritt 1: Klär, was in deinem Alter erlaubt ist

Wer unter 15 ist, gilt im Jugendarbeitsschutzgesetz als Kind und darf grundsätzlich nicht gegen Geld arbeiten. Für Babysitten gibt es eine Ausnahme: Die Kinderarbeitsschutzverordnung nennt die Betreuung von Kindern in privaten Haushalten ausdrücklich als leichte Tätigkeit.

  • Ab 13: mit Einverständnis deiner Eltern, höchstens 2 Stunden täglich, nicht zwischen 18 und 8 Uhr, nicht vor oder während des Unterrichts.
  • Ab 15: Bist du noch vollzeitschulpflichtig, gelten weiter die Regeln für Kinder (§ 2 Abs. 3 JArbSchG). Sonst grundsätzlich nur zwischen 6 und 20 Uhr.
  • Mit 12: noch kein bezahltes Babysitten – aber du kannst schon lernen, wie es geht.

Alle Details mit Quellen findest du unter Ab wann darf man babysitten?.

Schritt 2: Lerne, was Kinder in jedem Alter brauchen

Eltern wollen wissen, dass du mit ihrem Kind sicher umgehst. Dazu gehören Grundlagen wie Wickeln, Füttern, Schlafenlegen, Trösten und Spielen – und ein Blick für Gefahren im Haushalt, etwa an Steckdosen, Treppen, Wasser oder Reinigungsmitteln.

Welche Spiele zu welchem Alter passen und wie viel Bildschirmzeit Fachleute empfehlen, liest du unter Babysitter-Tasche und Spielideen.

Schritt 3: Übe Erste Hilfe am Kind

Notfälle mit Kindern sind selten, aber du solltest wissen, was zu tun ist. Wichtig sind vor allem die Notrufnummern und ein praktischer Kurs, in dem du an der Puppe übst.

  • 112 – Notruf bei Lebensgefahr
  • 116 117 – ärztlicher Bereitschaftsdienst, rund um die Uhr, kein Notruf
  • 0228 19240 – Giftinformationszentrale Bonn, rund um die Uhr

Welche Themen ein Kurs am Kind abdeckt, steht unter Erste Hilfe am Kind für Babysitter.

Schritt 4 und 5: Bewirb dich und führe ein Vorgespräch

Die ersten Familien findest du meist über Bekannte, Nachbarn oder die Familie. Stell dich kurz vor: Alter, Erfahrung mit Kindern, wann du Zeit hast und was du gelernt hast. Beim Kennenlernen klärst du alles, was du für einen sicheren Abend brauchst.

  1. Kontakt der Eltern und Rückkehrzeit
  2. Notfallkontakte, Kinderarzt und Allergien
  3. Wo Erste-Hilfe-Kasten und Notfallmedikamente liegen
  4. Rituale, Essen und Regeln des Kindes

Eine ausführliche Frageliste findest du unter Bewerbung und Vorgespräch.

Schritt 6: Kläre Bezahlung, Rechte und Versicherung

Für Jugendliche unter 18 ohne abgeschlossene Berufsausbildung gilt der gesetzliche Mindestlohn nicht. Den Stundensatz vereinbarst du deshalb vorher mit den Eltern. Babysittest du regelmäßig gegen Geld, kann es ein Minijob im Haushalt sein, den die Eltern über den Haushaltsscheck bei der Minijob-Zentrale anmelden.

Wenn Eltern dir ihr Kind anvertrauen, übernimmst du für diese Zeit die Aufsicht. Was das für Haftung und Versicherung bedeutet, erklären die Seiten Bezahlung in NRW und Rechte und Pflichten. Das ist keine Rechtsberatung.

Online lernen in Waltrop, Recklinghausen und überall – Praxistag in Dortmund

Förderfuchs ist ein Bildungsträger aus Waltrop im Kreis Recklinghausen. Der Online-Babysitterkurs richtet sich an Jugendliche von 12 bis 17 Jahren und dauert rund 8 Stunden. Er besteht aus 9 Modulen und einer Abschlussprüfung mit 30 Fragen; bestanden ist sie ab 80 %, du hast 3 Versuche.

  • Online-Kurs: 29,90 € einmalig, am Handy oder PC
  • Paket mit Praxistag Erste Hilfe am Kind: 79 €, der Praxistag findet bei Die Erste Hilfe Schule in Dortmund statt
  • Zertifikat: eine Bescheinigung von Förderfuchs mit QR-Echtheitsprüfung – kein staatlicher Abschluss und kein Nachweis einer Erste-Hilfe-Ausbildung

Zum Kurs geht es über die Seite Babysitter-Kurs oder direkt unter kurs.foerderfuchs-bildung.de.

Häufige Fragen

Ab wie vielen Jahren darf ich babysitten?

Gegen Geld darfst du in Privathaushalten ab 13 Jahren babysitten, wenn deine Eltern einverstanden sind. Bis 15 gilt: höchstens 2 Stunden am Tag und nicht zwischen 18 und 8 Uhr.

Brauche ich einen Kurs, um Babysitter zu werden?

Nein, ein Kurs ist keine Pflicht. Er hilft dir aber, sicher mit Kindern umzugehen, und ein Erste-Hilfe-Kurs am Kind zeigt Eltern, dass du Notfälle ernst nimmst.

Wie viel verdient man als Babysitter?

Das ist nicht festgelegt: Unter 18 ohne Berufsausbildung gilt kein Mindestlohn, du vereinbarst den Satz mit den Eltern. Eine amtliche Statistik zu Stundensätzen für Jugendliche gibt es nicht.

Ist das Babysitter-Zertifikat von Förderfuchs ein staatlicher Abschluss?

Nein, es ist kein staatlicher Abschluss. Es ist eine Bescheinigung von Förderfuchs über die bestandene Abschlussprüfung, deren Echtheit Familien per QR-Code prüfen können. Die Erste-Hilfe-Inhalte hat Die Erste Hilfe Schule Dortmund fachlich geprüft.

Gibt es einen Babysitterkurs in Waltrop oder Recklinghausen?

Der Kurs von Förderfuchs aus Waltrop läuft online und funktioniert damit auch in Recklinghausen und überall sonst. Praktisch üben kannst du am Praxistag Erste Hilfe am Kind in Dortmund.

Quellen

Verantwortlich: Nina Schuchardt, Inhaberin von Förderfuchs · Zuletzt aktualisiert: 06.11.2026 · Keine Rechtsberatung.